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Weißenfels

Schloss Neu-Augustusburg mit Schlosskirche

Weißenfels zählt zu den geschichtsträchtigsten Städten im Süden Sachsen-Anhalts. Am mittleren Lauf der Saale gelegen, eingebettet in eine idyllische Landschaft, lädt unsere Stadt Gäste aus nah und fern ein, ein Stück deutscher Kulturgeschichte hautnah zu erleben. In Weißenfels, am einst herzoglichen Hofe zu Sachsen - Weißenfels waren sie alle vertreten, die Großen des Barocks, wie Schütz, Bach und Händel. Auch heute prägen noch zahlreiche herrliche Barockbauten das Bild unserer Stadt. Eine kleine Auswahl der interessantesten Sehenswürdigkeiten soll dazu beitragen, Sie neugierig zu machen und zu einem Besuch unserer Stadt anzuregen. Schloss Neu-Augustusburg mit Schlosskirche (Zeitzer Straße 4) Schloss Neu-Augustusburg wurde von den Baumeistern J. M. Richter, Vater und Sohn, anstelle der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg, in der Zeit von 1660-1694, als Residenz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels erbaut. Es ist eine der größten frühbarocken Schlossanlagen in Mitteldeutschland. Geleitshaus (Große Burgstraße 22) - Gustav-Adolf-Gedenkstätte Das Geleitshaus, ein Renaissancebau mit einem übereck gestellten und reich geschmückten Erker wurde 1552 fertig gestellt und war das erste Weißenfelser Bürgerhaus, das ganz aus Stein gebaut wurde. Den Renaissancebau schmückt ein prächtiges Sitzportal. 1555 wurde es zum Geleitsamt der Stadt bestimmt wo Kaufleute militärischen Schutz für ihre Überlandreisen so genannte "Geleite" erwerben konnten. Nach der größten und verlustreichsten Schlacht des Dreißigjährigen Krieges (6.11.1632) wurde der gefallene König Gustav II. Adolf von Schweden in diesem Haus obduziert und einbalsamiert und anschließend nach Schweden überführt. Heinrich-Schütz-Haus (Nikolaistraße 13) - Musikergedenkstätte Heinrich Schütz (1585-1672) war der erste deutsche Komponist von Weltgeltung. Er hatte seine Kindheit in Weißenfels verbracht, war 40 Jahre Hofkapellmeister in Dresden und nahm in Weißenfels seinen Alterssitz. Das "Heinrich Schütz-Haus, ein prächtiger Renaissancebau, ist das einzige original erhaltene Wohnhaus des Komponisten und erinnert seit 1985 als Musikergedenkstätte an Leben und Werk des "Vaters der deutschen Musik". Stadtpark (Nikolaistraße) Einst als Schießgraben angelegt, diente er von 1522 bis 1904 als Friedhof. Danach wurde er als Park umgestaltet. Hier fallen vor allem 2 Werke der Bildhauerkunst auf. Der Weißenfelser Schusterjunge - eigentlich Stadtjunge. Er kam zu seinem Namen durch die hier verwurzelte Tradition des Schusterhandwerks. Novalishaus (Klosterstraße 24) In diesem Haus, einem Barockgebäude aus der Zeit nach 1680, lebte Friedrich von Hardenberg mit seiner Familie seit seinem 13. Lebensjahr. Hier wuchs er zum jungen Mann heran, empfing seine Freunde und schrieb seine Gedanken unter dem Namen Novalis (der Neuland Bestellende) nieder. ehemalige Kloster (Am Kloster) 1301 erfolgte der Bau und die Weihe auf den Namen der Hl. Clara. Nach Einführung der Reformation entstand ab 1540 aus dem Kloster ein Frauenstift. Der erste Herzog von Sachsen-Weißenfels, Augustus, gründete 1664 hier das "Gymnasium illustre Augusteum", eine Art Hochschule und verpflichtete hervorragende Lehrkräfte, wie Christian Weise, Johannes Riemer und Christoph Cellarius. Jägerhof (Nikolaistraße 51) Das Haus wurde bereits um 1500 als Viehhof des ehemaligen Klosters erbaut. Es gelangte später in herzoglichen Besitz und diente als Jägerhaus des Herzogs Christian. 1713 wurde anlässlich des Geburtstages des Herzogs, J. S. Bachs "Jagdkantate" in Anwesenheit des Komponisten uraufgeführt. Später diente es als Taubstummenanstalt und Wohnhaus des Pädagogen Dr. W. Harnisch. Kavaliershäuser (Marienstraße 2, 4, 6, 8) Ab 1720 gebaut, bestechen sie durch ihre architektonisch wertvollen Barockfassaden. Mit ihrem Figuren- und Ornamentenreichtum weisen sie schon auf das beginnende Rokoko hin. In Sichtweite ziehen zwei wunderschöne Portale aus der Renaissance die Blicke auf sich. Das Portal des Gebäudes Marienstraße 1a mit seiner lateinischen Inschrift ziert den Eingang der einstigen Knabenschule von Weißenfels. Das gleich daneben befindliche Portal gehört zur Superintendentur Kirchgasse 3. Dieses Haus beherbergte bis 1838 die Bürgerschule von Weißenfels. Bürgerhäuser aus dem 17. Jahrhundert (Markt 2, 3, 5 und 6) Der Markt 6 bestimmt mit seiner Fassade und dem hohen Dach die Südseite des Marktes. Das ehemalige Hotel „Sächsischer Hof“ ist ein dreigeschossiger Bruchstein-Putzbau mit prächtiger Schaufassade und asymmetrisch angeordnetem Hoftor. Die Fassade stammt aus der ersten Hälfte des 18.Jahrhunderts, Kernbereiche des Gebäudes hingegen sind im 16.Jahundert errichte worden. Das Rathaus (Markt 1) begrenzt den Westrand des eindrucksvollen Weißenfelser Marktplatzes. Es handelt sich hierbei um einen schlichten zweigeschossigen Barockbau mit Mansardenwalmdach von 1670. Nach einem Stadtbrand wurde es 1718/22 durch Baumeister Christoph Schütz im Barockstil wieder aufgebaut. Dabei wurde die noch erhalten gebliebenen Teile des Vorgängerbaus, wie z. B. die Rundbogenportale im Erdgeschoss in den Neubau mit einbezogen. Auf dem Balkon befinden sich die beiden Sandsteinplastiken Justitia und Minerva. Eine Besonderheit befindet sich außerdem im oberen Turmbereich. Eine zweifarbige Kugel zeigt als Monduhr die Mondphasen an. Marienkirche (Kirchgasse) 1303 geweiht, aber nach Bränden mehrmals erneuert, ist sie eine spätgotische dreischiffige Hallenkirche. Der reich geschmückte Chor entstand ab 1429, das Langhaus ab 1465 durch den Baumeister Johann Reinhard. Die Sonnenuhr am Südpfeiler stammt aus dem Jahre 1446 und gilt als älteste deutsche Sonnenuhr. Der Turmaufbau wurde nach einem Stadtbrand 1718 im Barockstil ergänzt. Die Orgel baute 1862 der Weißenfelser Orgelbaumeister Friedrich Ladegast. Sie besitzt 2772 Pfeifen. Die Statuen von Luther und Gustav II. Adolf wurden 1904/05 aufgestellt. Zweimal, heißt es, habe Luther hier gepredigt. Stattliche Barockhäuser (Leipziger Straße 9, 11, 13) Das Haus Nr. 9 ist das so genannte "Fürstenhaus" mit sehr schönen Stuckaturen in der 1. Etage. Es gehört, neben dem Residenzschloss, zu den bedeutendsten Zeugnissen der Weißenfelser Herzogszeit. 1673 wurde das Gebäude errichtet und war dann vor allem Wohnsitz hoher herzoglicher Hofbeamter. Der zweieinhalbgeschossige Bau mit hohem Walmdach weist eine repräsentative Fassadengestaltung auf. Im Haus Nr. 11, dem "Altherzoglichen Haus" nahm Napoleon 1813 Quartier. Es macht vor allem durch seine Freitreppe, den über drei Geschosse reichenden Erker und zwei toskanischen Säulen auf sich aufmerksam. Das Haus Nr. 13 ist das ehemalige herzogliche Ballhaus. Das Gebäude erhielt seine heutige Gestalt 1699 durch Herzog Johann-Georg von Sachsen-Weißenfels der das Gebäude zum herzoglichen Ballspielhaus ausbauen ließ. Von dieser Nutzung zeugt noch heute das Herzogliche Wappen im Giebel des Mittelrisalit. Am Louise von Francois-Haus (Promenade 25) In diesem Haus wohnte Louise von Francois (1817 - 1893) vom Beginn der 1860-er Jahre bis zum Tode ihrer Eltern und hier schrieb sie ihr Hauptwerk "Die letzte Reckenburgerin". Sie ist die bedeutendste Erzählerin ihrer Zeit. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof III (jetziger Friedhof). Heute ist das Haus in Privatbesitz. Ein Schauraum ist der Dichterin und ihrem Werk gewidmet. Der Klemmberg mit Bismarckturm bildet seit mehr als 90 Jahren einen markanten Punkt in der Silhouette der Stadt Weißenfels. Die Idee zur Errichtung des Turmes hatten einige Bürger der Stadt, die damit den 1. Reichskanzler, Otto Fürst von Bismarck (1815-1898) ehren wollten. Zu Füßen des Turmes erstreckt sich über eine Fläche von ca. 7 Hektar der Park auf dem Klemmberg.